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Die drei Formen der Taubblindheit

Für die Auswirkung der doppelten Sinnesbeeinträchtigung ist entscheidend, in welchem Lebensalter die Sinnesbehinderung aufgetreten ist. Nach dem Zeitpunkt der Erblindung und Ertaubung können drei Grupppen unterschieden werden:

 

Geburtstaubblinde Menschen sind Personen, die ihre Welt fast ausschließlich über die drei verbliebenen Sinne (Fühlen, Riechen, Schmecken) entdeckt haben.

Ursache können Frühgeburten oder komplexe Behinderungen sein. Zum Beispiel sind  bei extremen Frühgeburten die Augen und Ohren noch nicht ausgereift. Diese Menschen leben mit Einschränkungen ihrer körperlichen und geistigen Funktionen, deren Ausmaß im Einzelnen oft nicht genau festgestellt werden kann. Die unterschiedlichen Behinderungen beeinflussen sich stark gegenseitig. Diese Menschen benötigen in ihrem gesamten Leben intensive Förderung, Begleitung und auch Pflege.

 

Gebärdensprachlich orientierte taubblinde Menschen sind gehörlos oder hochgradig schwerhörig geboren. Sie haben die Gebärdensprache erlernt, bevor sie erblindeten oder der Sehsinn stark eingeschränkt wurde. Sie sind meist in der  Gehörlosengemeinschaft aufgewachsen und empfinden die Gebärdensprache als ihre Muttersprache.

Zu dieser Gruppe zählen auch Menschen mit dem so genannten Usher-Syndrom (Typ I). Sie sind gehörlos geboren und im Laufe des Lebens kommt eine voranschreitende Sehschädigung hinzu. Im Alltag verstärken sich Ausfälle, die auf Tollpatschigkeit und Unkonzentriertheit geschoben werden. Sie entwickeln zum Beispiel eine Nachtblindheit, stoßen an Gegenstände oder bekommen nicht mehr alles mit. Erst mit der zunehmenden Einschränkung des Gesichtsfeldes wird die Hörsehbehinderung bewusst. So ist Autofahren dann nicht mehr möglich. Soziale Kontakte leiden, weil der Betroffene Gesprächen nicht mehr folgen kann.

 

Lautsprachlich orientierte taubblinde Menschen sind blind oder sehbehindert geborene Menschen, die erst nach dem Spracherwerb ertaubt sind. Hierzu gehören auch die Menschen mit dem Usher-Syndrom (Typ II). Zu einer konstant bleibenden hochgradigen Schwerhörigkeit kommt eine Sehbehinderung hinzu.

Lautsprachlich orientierte Taubblinde können sich in der Regel durch Lautsprache gut verständlich machen. Allerdings hören sie die Aussagen der Kommunikationspartner nicht mehr. Andere Kommunikationsmöglichkeiten müssen erlernt werden. Die Orientierung im Raum beruht bei Blinden wesentlich auf dem Hörsinn. Bei zunehmender Hörschädigung ist die Mobilität erheblich eingeschränkt.

 



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Förderverein für hör- und hörsehbehinderte Menschen im Vest Recklinghausen e. V.

 

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